Wer wir sind

Aus Protest gegen den Golfkrieg schlossen sich im Jahr 1991 im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen besorgte Bürgerinnen und Bürger zu einer Friedensinitiative zusammen.

Niemand von uns hätte damals gedacht, dass sich Deutschland wenige Jahre später an einem völkerrechts- und verfassungswidrigen Krieg beteiligen würde. Als 1999 die NATO Jugoslawien angriff und Deutschland erstmals seit 1945 Soldaten in einen Krieg schickte, gehörten wir zu denjenigen, die eine bedingungslose Einstellung der Kämpfe forderten.

Seither thematisieren wir kritisch die zielgerichtet betriebene Neuausrichtung der Bundeswehr von einer Verteidigungs- zu einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee. Um friedenspolitisches Engagement im Landkreis zu fördern und zu unterstützen, gründeten wir im Jahr 2001 einen Verein.

Nach den Anschlägen des 11. September 2001 haben die USA und NATO einen weltweiten „Krieg gegen den Terrorismus“ ausgerufen. Seither versinken Länder wie Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien in Krieg und Chaos. Die Pläne der NATO zur Aufrüstung und Erweiterung ihres Einflussgebiet bis an die Grenze Russlands, sowie der Ukraine-Konflikt machen friedenspolitisches Engagement wichtiger denn je.

Was wir denken

Wir sind der Meinung, dass jeder Krieg ein Verbrechen an Mensch und Natur ist. Es gibt keinen »gerechten Krieg«.

Der Einsatz von militärischer Gewalt ist ungeeignet, um Konflikte zu lösen. Bereits die Drohung mit militärischer Gewalt setzt eine Spirale der Eskalation in Gang, die nur schwer wieder aufzuhalten ist.

Mit militärischer Gewalt lässt sich die Einhaltung von Menschenrechten nicht durchsetzen. Ganz im Gegenteil: Mit dem Einsatz von Bomben und Granaten werden Menschenrechte verletzt.

Militärische Gewalt ist völlig ungeeignet um Terrorismus zu bekämpfen. Krieg ist selbst eine Form von Terror.

Schließlich lassen sich mit militärischer Gewalt eine Gesellschaft und deren Güter nicht verteidigen. Mit dem Einsatz moderner Waffen wird zerstört, was eigentlich geschützt werden soll.

Militär fördert nicht die Verständigung zwischen den Völkern sondern sät Misstrauen und Angst. Militär ist destruktiv.

Krieg wird für die Durchsetzung wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen geführt. Deshalb lehnen wir militärische Gewalt und Militär an sich ab.

Was wir wollen

Es gibt Alternativen zu Militär und Krieg. Wir wollen eine Sicherheitspolitik, die auf Prävention setzt und nicht auf militärischer Abschreckung, sondern auf Interessenausgleich und Diplomatie basiert.

Wir treten deshalb ein, …

  • für ein Verbot des Exports von Waffen und Rüstungsgütern,
  • für eine Intensivierung der Friedens- und Konfliktforschung,
  • für die Bearbeitung und Lösung von Konflikten mit zivilen Mitteln,
  • für eine Stärkung des Völkerrechts im Rahmen der Charta der Vereinten Nationen,
  • für den sofortigen Austritt aus der NATO und langfristig die Abschaffung der Bundeswehr,
  • für einen schonenden Umgang mit Ressourcen und deren gerechte Verteilung sowie einen fairen Handel und Interessenausgleich zwischen den Völkern.

Unsere Vision ist eine Welt, die auf Kooperation und Solidarität aufbaut und in der alle Menschen in Frieden und Freiheit miteinander leben. Wir wollen eine Welt, in der Krieg als Mittel der Politik geächtet wird.

Was wir machen

Wir informieren über Ursachen und Hintergründe von Ungerechtigkeiten, Konflikten, Gewalt und Krieg und regen die Diskussion darüber an.

Wir zeigen Handlungsmöglichkeiten auf, wie mit friedlichen Mitteln Konflikte und deren Ursachen bearbeitet werden können.

Wir treten ein für Völkerverständigung und ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben der Menschen. Hierzu organisieren, fördern und unterstützen wir Veranstaltungen, Aktionen und Projekte.

Unsere wichtigsten Aktionsformen sind:

  • Infostände, Mahnwachen und Demonstrationen,
  • Diskussionsveranstaltungen und Filmvorführungen,
  • Solidaritäts-, Ermutigungs- und Protestschreiben an Politiker/innen,
  • Unterstützung humanitärer Projekte

Wir suchen dabei die Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Kräften und unterstützen und vernetzen friedenspolitisches Engagement von einzelnen Menschen wie von Organisationen.